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Zusammenfassung unserer Beteiligungen in den Bereichen Jugendarbeit, Sozialraum- und Landschaftsplanung im Stadtteil Mürwik

Durch die unten aufgeführten Chronologien zu den Themen Jugendarbeit, Sozialraumplanung, Stadteilfeste, Landschaftsplanung sowie Bauleitplanung wird deutlich, wie sich die Situation im Forum Mürwik verändert hat. Waren am Anfang Kindergärten, Schulen, Polizei, Militär und Parteien als Vertretungsorgane der Bürger im Forum, so sind nach 20 Jahre etwa 10 kompetente Bürger und Bürgerinnen geblieben. In wechselnder Zusammensetzung versuchen sie Aufgaben zu übernehmen, welche die durch die ständig geforderten Aktivitäten überlasteten Institutionen, Vereine und Verbände nicht mehr leisten können. In einem geschützten Rahmen eines Nachbarschaftszentrums, Stadtteilgestaltungen wahrzunehmen, zu diskutieren und gegebenenfalls als Bürger mitzugestalten sind dadurch sehr eingegrenzt.

Ein Überblick der letzten 20 Jahre

07.09.1993 – Erste Diskussionen über den Raumnotstand in Mürwik
06.12.1994 – Podiumsdiskussion dazu mit Stadtvertretern
24.10.1995 – Planungen von Umbauten für einen Musikübungsraum
12.03.1996 – Nachfragen von Jugendlichen zur Fertigstellung eines Jugendhauses
11.11.1997 – Eröffnung vom Haus der offenen Tür „Pampelmuse“
17.02.1998 – Vortrag von Prof. Kozdon über pädagogische Fragestellungen
08.06.1999 – Anschaffung einer Mobilen lnline-Skate-Anlage
12.09.2000 – Kritik von Jugendlich en an der Verkehrssituation in der Osterkoppel
19.09.2001 – Pläne zur Umgestaltung vom Bolzplatz Breedlandweg
15.08.2002 – Kenntnisnahme von Umsteuerungsplänen der Stadt zur „offenen Jugendarbeit“
15.05.2003 – Darstellung der Erfolge durch die Spielraumanalyse vom Spielmobil
15.01.2004 – Diskussion über die Beteiligung bei der Planungswerkstatt für offene Kinder- und Jugendarbeit
17.03.2005 – Das Forum stellt sich den Jugendlichen vor, in der Begegnungsstätte Breedland
21.04.2005 – und im Jugendtreff Pampelmuse
16.11.2006 – Diskussion über die Jugend Vollversammlung vom 13.10.06
19.04.2007 – Besuch vom Mehrgenerationenhaus in Mürwik
17.04.2008 – Bericht über die Zukunftswerkstätten zum Stadtumbau West
19.02.2009 – Information über der Schulentwicklungsplan
18.03.2010 – Konzeptvorstellung der Ostseeschule durch den Schulleiter
16.06.2011 – Vernetzungsplanung der Flensburger Foren
21.06.2012 – Gemeinsames Grillen im Jugendzentrum „Breeder“ (Begegnungsstätte Breedland)
19.09.2013 – Jubiläumsfest mit ParteienvertreterInnen
05.06.2014 – Die IG-Twedter Plack stellt sich vor
03.12.2015 – Bestandsaufnahme der Kinderspielplätze in Mürwik
07.04. + 02.06.2016 Vorstellung der OberbürgermeisterkandidatInnen

1991 klagte der BUND über Raummangel (Zeitungsbelege von Herrn Stitz) gleichzeitig gab es die Initiative von A. Becker zum Elternforum. Lehrer engagierten sich und sammelten mit einem Fragebogen in den Schulen die Bedürfnisse der Jugendlichen. Diese Befragungen wurden als nicht rechtmäßig erklärt und vernichtet. (Vollmer?)

1993 baten Jugendliche aus dem Stadtteil das neu entstandene Bürgerforum Mürwik um Unterstützung bei der Raumsuche. Bis 1997, vier Jahre, dauert der Prozess von der Idee über die Planung zur Umsetzung. Die Generation der Jugendlichen die ursprünglich das Projekt vorschlug, hatte inzwischen andere Aufgaben.

1998 half der Vortrag von Professor Kozdon diese Zeit des Aufbaus abzuschließen und die Lernprozesse von Bürgern und Jugendlichen im Stadtteil zu verstehen und einzuordnen. Weiterhin war für das Forum wichtig, die Interessen der Jugendlichen zu unterstützen, z.B. für Skate-Anlagen, in Verkehrssituationen und bei der Bolzplatzgestaltung.

Im Jahr 2002 veränderten die Umsteuerungspläne der Stadt Flensb urg die offene Jugendarbeit zur Sozialraumarbeit in Mürwik und Fruerlund. Das Forum beteiligte sich kritisch an den Prozessen, Planungswerkstätten u.a.

In den folgenden Jahren veränderte sich dadurch der Kontakt des Forums zu den beiden Jugendzentren „Pampelmuse“ und „Breedland“ z.B. durch die Teilnahme an 8 Schul- und Kirchen-Festen. Zusätzlich bei Enwicklungsplanungen im Sozialraum, z. B. stadtteilübergreifenden Jugendvollversammlungen, Mehrgenerationshäusern, Stadtumbau- und Schulentwicklungsplänen galt es immer wieder die Interessen der beiden Jugendzentren einzubringen.

01.02.1994 – Vorstellung der veränderten Polizeiarbeit in Mürwik
08.04.1997 – Ünterstützung bei der Schulwegsicherung an der Jens-Jessen-Schule
10.10.2000 – Teilnahme an der Bürgerversammlung zu „Osttangente“
17.10.2001 – bis 15.05.02 Beteiligungsversuche bei der Twedter Plack Umgestaltung (Film dazu)
21.10.2004 – Rundgespräch über die Belange des Stadtteils mit den vier OberbürgermeisterkandidatInnen
20.10.2005 – Informationen über Maßnahmen und Programme zum „Stadtumbau West“
20.04.2006 – Gemeinsame Veranstaltung mit dem Sanierungsträger
15.11.2007 – Anfragen zum experimentellen Wohnungs- und Städtebau in Mürwik
17.01.2008 – Wohnprojektkonzeptvorstellung in Mürwik durch die Firma Konsalt
19.11.2009 – Information über den Stand der Planung des Sanierungsträgers
17.11.2011 – Informationsveranstaltung zur Planung in Fahrenodde
18.10.2012 – Information über die Planung des „Stadtteilzentrums Twedter Plack“
16.05.2013 – Auseinandersetzungen über das Strategiepapier der Stadt
04.12.2014 – Die Fachstelle „Bürgerbeteiligung“ bei der Stadt Flensburg stellt sich vor
05.02.2015 – Radfahrwegegestaltung in Mürwik
07.07.2016 – Richtlinien zur Einwohnerbeteiligung

20.05.1995 – Friedheimschule
24.08.1996 – Friedheimschule
30.08.1997 – Friedheimschule
29.08.1998 – Osbekschule
11.09.1999 – Christuskirche
06.09.2001 – Osbekschule
13.09.2003 – Osbekschule
26.08.2005 – Osbekschule
16.08.1995 – Fahrradtour um die Auswirkungen des Landschaftsschutzplanes kennenzulernen
16.01.1996 – Kenntnisnahme des Pavillonbaus an der Solitüde
10.11.1998 – Ideenfindung für das Naturschutzgebiet „Twedter Feld“
20.02.2003 – Informationen über Auswirkungen der Osttangente im Lautrupstal
17.06.2010 – Führung durch das Osbektal
  • 4.Quartal 2014-Bebauung „Alte Gärtnerei“. Die Planung mit den Anliegern „Rabenslücke“ erörtert.
  • Juli 2016-Bebauung „Twedter Plack“. Die Neuordnung der Bebauung auf den Grundstücken der Reihenhäuser „Friedheim“ im Rahmen der Bürgerbeteiligung erörtert.
  • 08.11.2016-Bebauung „Osterallee-Ost“. Stellungnahme im Rahmen des Planverfahrens zur Neuordnung der Bebauung ehem. „Opel Thomsen“.
  • 09.05.2017-Weg zwischen Heinz-Krey-Hof und Fördestrasse.E-Mail an OB Simone Lange sowie Antwortschreiben der Oberbürgermeisterin wegen Schliessung des Weges (09.06.2017).
  • 06.07.2017-Wanderweg „Grünes Hufeisen“. Die Nutzung des Wanderweges innerhalb der Kleingartenkolonie 119 mit Vertretern der Stadtverwaltung und Obmann der Kolonie erörtert.

Beatrice von Weizsäcker-2009- Gustav Lübbe Verlag
„Warum ich mich NICHT für Politik interessiere…“

In dem Buch wird das Verhältnis von politischen Parteien als Vertreter des Volkes und deren Aufgaben durch verschiedene Beispiele aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft erläutert.

Obwohl in Artikel 20 und 21 des Gundgesetzes steht, dass alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht, ist diese aufgeteilt in das gesetzgebende Parlament, die ausführende Regierung und die kontrollierenden Gerichte. (S.43/44).

Die Parteien sollen also nur mitwirken bei der politischen Willensbildung und ihre Rolle ist eine dienende. Es scheint aus der Mitwirkung der Parteien ist eine Vorherrschaft geworden. (S. 45)

Die Abgeordneten als Vertreter des ganzen Volkes brauchen eine Beteiligung aller Menschen. Die Idee der Bürgerbeteiligung in der unbequemen Zivilgesellschaft braucht Visionen und Inhalte. (S.68 + S.194)

Frau Weizsäcker macht an ihrem Lebensweg deutlich, dass alles was wir tun politische Auswirkung auf andere Menschen hat und es deshalb doch wichtig ist, sich als Bürgerin an diesem Staatsgebilde zu beteiligen. (S.164)

Buchauszüge von C. M. Tröber, 4.Dezember 2014