Geschichte gedenken – Stadtteil damals und heute erkunden
Am 8. Mai trafen sich auf Einladung des Forums Mürwik an die 30 TeilnehmerInnen um den Opfern des Faschismus an den Stolpersteinen am Eingang der Marinesportschule in Mürwik zu gedenken. Die Leiterin des Stadtarchivs Frau Jessica von Seggern sorgte für Informationen über die Menschen, denen mit den Stolpersteinen ein Denkmal gesetzt wurde. Es handelte sich um 11 junge Männer zwischen 21 und 24 Jahren, die sich nach der Teilkapitulation weigerten mit ihrem in Sonderburg gelegenen Schiff nach Kurland zu fahren. Sie wurden am selben Tag standrechtlich hingerichtet und in die Ostsee geworfen.
Im Anschluss ging es weiter mit einem Stadtteilspaziergang in Richtung Kelmstraße. Mit der Unterstützung von Fuss e.V und deren Sprecherin Anne Marken wurde auf den Spuren der Marineschule lebthaft diskutiert und Wissen zusammengetragen. Auf diesem Weg nahm die Gruppe auch die Gärten in der Kelmstraße in Augenschein, dessen Nutzer diese nun aufgrund Parkplatzmangels der Marine aufgeben müssen.
Die Bauruine Klinik Ost wurde auch heftig debatiert.
Die Tour ging weiter den Weg Im Osbekgrund hinunter, vorbei an das alte Leichenhaus bis nach Sonwik, wo de ehemaligen Militärgebäuden jetzt in Luxuswohnungen verwandelt sind. Bei Luv und Lee ging es wieder Berghoch bis zur Seewarte, wo die Gruppe sich nach einem bewegenden und informativen Nachmittag trennte.


